Emirates trainiert Crews für ihre A350-Flotte
17.10.2024 Quelle: Emirates
Vor der bevorstehenden Airbus A350-Einflottung hat Emirates rund 48 Millionen US-Dollar in vollausgestattete Trainingseinheiten mit State-of-the-Art-Equipment und -Systemen zur Unterstützung der Ausbildung von Piloten und Kabinenpersonal investiert. Dazu gehören drei vollbewegliche Full-Flight-Simulatoren, ausgestattet mit innovativen Pilotenunterstützungssystemen (Pilot Support Systems; PSS), eine statische Trainingseinheit, eine Einheit zur Notfallevakuierung der Kabine sowie eine für das Türtraining. Die Investition spiegelt das Engagement von Emirates wider, stets die höchsten Standards und Spitzenleistungen in der Crew-Ausbildung zu erreichen.
Das PSS ist ein Novum in der Branche und wurde vollständig inhouse von Emirates konzipiert, um das Trainingserlebnis zu optimieren. Während der Briefingphase ermöglicht es den Auszubildenden, ein interaktives Flugdeck-Setup durchzuführen, einschliesslich der Erstellung eines Flugplans in einer vollständig immersiven Umgebung. Das Setup wird abgerufen, sobald die Auszubildenden den Simulator betreten, um ihr Training fortzusetzen. Der Debriefing-Modus des PSS ermöglicht es dem Ausbilder, die aufgezeichnete Sitzung abzuspielen, um die Leistung der Crew zu überprüfen.
Der erste A350-Full-Flight-Simulator von Emirates erhielt von der Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) eine Qualifikation der Stufe D, der höchsten für diese Art von Simulatoren. Die Erstqualifikation wurde ohne Beanstandungen erreicht, was eine weitere bemerkenswerte Leistung in der Simulationsbranche darstellt. Die fortschrittliche Technologie steigert nicht nur die Effizienz der Ausbildung, sondern versetzt die Piloten auch in die Lage, die für einen reibungslosen Flugbetrieb erforderlichen Fähigkeiten sicher zu beherrschen.
Emirates hat drei Full-Flight-Simulatoren für ihre A350-Flotte bestellt. Der zweite A350-Simulator befindet sich derzeit in der Phase der Vor-Ort-Abnahme und wird voraussichtlich im November die EASA-Zulassung erhalten. Diese werden ergänzt durch eine statische Cockpit-Trainingseinheit.
Die statische A350-Trainingseinheit bildet das Flugdeck nach und nutzt visuelle und akustische Systeme, um die Trainingseinheiten so realistisch wie möglich zu gestalten.
Derzeit hat Emirates fast 30 Piloten und 820 Cabin-Crew-Mitglieder an den A350-Simulatoren ausgebildet und bis Ende November – noch bevor der Flugzeugtyp bei Emirates eingeflottet wird - werden über 50 Piloten die Ausbildung abgeschlossen haben. Die Emirates-Crew erhält eine solide, evidenzbasierte Ausbildung, die von sehr erfahrenen Ausbildern in einer eigens entwickelten Umgebung durchgeführt wird. Darüber hinaus kündigte Emirates im Juni dieses Jahres eine Zusammenarbeit mit der IATA und Airbus bei der Entwicklung eines erweiterten kompetenzbasierten Schulungs- und Bewertungsprogramm für das A350-Typerating an.
Emirates wird noch im laufenden Jahr 2024 ein hochmodernes Trainingszentrum für die Pilotenausbildung eröffnen. Die über 5'800 Quadratmeter grosse Einrichtung bietet Platz für sechs Full-Flight-Simulatoren der Typen A350 und Boeing 777X. In allen Emirates-Trainingseinrichtungen können Piloten ihre Flugfähigkeiten in insgesamt 17 Vollflugsimulatoren mit einer Kapazität von mehr als 130'000 Trainingsstunden pro Jahr vertiefen.
Für ihre nächste Wachstumsphase hat Emirates 65 Jets des Typs A350 und einen Mix aus 205 777X bestellt, die die Expansionsziele der Airline unterstützen sowie Flexibilität für die Aufnahme neuer und die optimalere Bedienung bestehender Routen im Streckennetz bieten werden.