Im Winter 2007/2008 kamen auf den Flügen der JAT Airways zwischen Belgrad und München primär ATR 72-201 wie hier die auf dem Bild schon 19-jährige YU-ALS zum Einsatz. Mit dem Übergang zu Air Serbia im Sommer 2013 schied die YU-ALS aus dem Betrieb aus und diente als Ersatzteilspenderin, bevor sie im Jahr 2020 komplett verschrottet wurde.
Aerocondor wurde ursprünglich 1951 in Cascais bei Lissabon als Flugschule gegründet. Später war man auf mehreren Strecken im innerportugiesischen Verkehr tätig. Ab Dezember 2004 übernahm man die Durchführung der staatlich subventionierten innerfranzösischen Verbindung zwischen Paris Orly und der südwestfranzösischen Kleinstadt Agen, zwischen Bordeaux und Toulouse an der Garonne gelegen. Dabei kam die ATR 42-320 CS-TLR zum Einsatz. Im April 2007 erfolgte die Aufgabe der Strecke, ein Jahr später wurde der Betrieb ganz aufgegeben. Der 1988 an die mexikanische Aeromar ausgelieferte Turboprop flog noch einige Jahre weiter, zunächst in Afrika bei Fly540 und zuletzt auf den Kanaren als EC-LMX bei Canary Fly. Im Herbst 2014 wurde er ausser Dienst gestellt und in Shannon verschrottet, wobei der Rumpf in einem Stück in den Süden Irlands bei Kilbrittain, nähe Cork, transportiert wurde, wo er seither auf einem Testgelände für Bombensuchroboter steht.
Eine weitere Regionaltochter von Air France war Airlinair. Sie bediente grösstenteils ab Paris Orly kleinere regionale Flughäfen in Frankreich mit einer aus ATR 42 und 72 bestehenden Flotte. Die ATR 72-202 F-GPOC war von März 2001 bis Ende Oktober 2013 Teil der Flotte von Airlinair. Anschliessend wurde sie von der kanadischen Calm Air als C-FJCQ übernommen, wo sie Stand Anfang 2026 noch immer aktiv ist.
Drei ATR 42-300 betrieb Croatia Airlines ab Mitte der 90er-Jahre bis zu deren Ausflottung in den Jahren 2008 und 2009. Die 9A-CTU war im Mai 1995 die letzte ausgelieferte Maschine und verliess die Flotte im April 2008 als erste. Nach fünf Jahren bei Isleña Airways und weiteren zwei Jahren bei Avianca Honduras als HR-AUX wurde sie 2015 nach Zagreb retourniert, wo sie im Januar 2020 verschrottet wurde. Sie ist hier auf dem Rollweg E zu sehen, mit etlichen Besuchern des WEF 2006 im Hintergrund, auf den W-Standplätzen.