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Die in Moldawien beheimatete Fly Pro führte mit ihrem einzigen Airbus A300-622R/F ER-BUS einen Frachtcharter für El Al von Zürich nach Tel Aviv durch. Nachdem der exotische Vertreter des mittlerweile selten gewordenen Flugzeugtyps am Vortag bei wechselhaftem Wetter gelandet war, verliess er dank einer leichten Verspätung bei der Abfertigung den Zürcher Flughafen am Folgetag im besten Morgenlicht. Leider trägt der Airbus, der ursprünglich für Egypt Air als SU-GAS gebaut wurde, aber die schon von den regulären Tel Aviv-Frachtflügen der El Al und ihrer Partnergesellschaft Challenge Airlines bekannte neutral-weisse Bemalung ohne irgendwelche Hinweise auf den Betreiber.

Amsterdam-Schiphol ist immer für Frachter gut - mit einem jährlichen Frachtaufkommen von rund 1.5 Millionen Tonnen ist AMS im europäischen Vergleich der viertgrösste Flughafen, nur London-Heathrow, Frankfurt und Paris-CDG haben noch mehr Frachtaufkommen. DHL Aviation ist unter anderen mit A300B4-622RF in der niederländischen Hauptstadt anzutreffen. Die bald 24-jährige D-AEAB rollt hier an einem frühlingshaften Vormittag von der Polderbaan zum Flughafengelände. 

D-AEAB

c/n: 837

Raphael Joggi 22.4.2023 AMS

Die 9K-AME war einer von insgesamt fünf Airbus A300B4-605R, welche Kuwait Airways zwischen Mai 1993 und Februar 1994 übernahm. Er wurde im März 2017 nach knapp 24 Dienstjahren in Roswell, New Mexico, verschrottet.

Lufthansa ersetzte ihre frühen Airbus A300B2 und A300B4 ab Frühjahr 1987 mit der aerodynamisch verbesserten und mit einem Zweimann-Cockpit ausgestatteten Version A300-603. Sie nutzte hierbei aber im Gegensatz zu vielen späteren Kunden der 600er-Version die Basisvariante mit Mittelstrecken-Reichweite, und nicht die für Langstrecken und ETOPS-Flüge optimierte Version A300-600R.

In den ersten Jahren der Bedienung der Zürich-Verbindung setzte Qatar Airways A300 auf den Umläufen ein, wie die hier abgebildete A300B4-622R A7-ABN.

Damals wie heute aktiv bei Iran Air ist der Airbus A300B4-605R EP-IBD, hier im Anflug auf Orly aufgenommen. Er wurde im Oktober 1993 als SX-BEL an Olympic Airways ausgeliefert und fand im März 2005 den Weg in die Flotte des iranischen Flagcarriers.

Tunisair betrieb Mitte der Nullerjahre drei A300B4-605R aus Beständen der Emirates, welche regelmässig auf der Rennerstrecke von Tunis nach Paris Orly zum Einsatz kamen. Die TS-IPB (ehemals A6-EKE bei Emirates) trug den Namen der tunesischen Hauptstadt und wurde Ende 2013 nach knapp 13 Dienstjahren ausgemustert.

Mitte der 1990er Jahre wurde der Airbus A300-603 D-AIAP zur kurzlebigen internen Low-Cost-Abteilung Lufthansa Express verschoben, wo er im Inlandverkehr sowie auf ausgewählten Europarouten eingesetzt wurde. Nach seiner Ausflottung 2008 gelangte er via Kyrgiz Trans Avia unter Umgehung der Handelssanktionen zu Mahan Air in den Iran.

Vier Airbus A300-605R wie die G-MAJS waren bis Mitte der 1990er-Jahren die grössten Flugzeuge in der Flotte der traditionsreichen Charterairline Monarch aus London Luton. Sie kamen nicht nur auf Rennstrecken in Europa zum Einsatz, sondern führten auch Charterketten nach Gambia, Goa, Orlando und Tobago durch. Ab 1996 verstärkte eine einzelne DC-10-30 die Langstreckenflotte.

Der Airbus A300C-620 9K-AHG war erst drei Jahre alt und somit eines der modernsten Flugzeuge in der Kuwait Airways-Flotte, als er im Sommer 1987 Zürich auf einem der regelmässigen Besuche in Zürich ansteuerte. Bei der Besetzung Kuwaits durch den Irak am 2.8.90 wurde er als einer von zehn am Flughafen Kuwait parkierten Linienjets vom Irak beschlagnahmt und im November 1990 nach Mosul überführt. Unmittelbar bei Ausbruch des ersten Kuwait-Kriegs am 15. Februar 1991 wurde er durch das Feuer der anrückenden Koalitionstruppen zerstört, die den Flughafen Mosul als eines der ersten Ziele angriffen, um die irakische Luftwaffe zu schwächen.

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