Die SE-LTV ist eine von zwei Saab 2000, die aktuell noch vom Hersteller Saab selbst für ad-hoc Charterflüge eingesetzt werden. Hinter der in neutralem Weiss fliegenden Commuterklassiker verbirgt sie die ehemalige HB-IYH, die im April 1999 an Crossair ausgeliefert wurde. Nach dem Übergang in die Flotte der Swiss wurde die HB-IYH im Juli 2003 an Swedline verkauft und trug ab diesem Zeitpunkt das aktuelle Kennzeichen SE-LTV. Es folgten Einsätze bei Nordic Regional (2006), Golden Air (2006-2013) und Bra Regional (2013-2017). Nach mehrjähriger Inaktivität wurde sie im Januar 2025 erstmals im Einsatz für Saab Aircraft beobachtet.
Mit der Einführung der bunten «Utopia»-Bemalung bei British Airways erhielten die Saab 340B der Loganair wie die G-LGNA ein passendes Heckdesign mit einem schottisch inspirierten Tartanmuster.
Die Saab 340A C-GPCQ der Pacific Coastal Airlines - auf der Einstiegstür prangt noch die Flagge von British Columbia - wurde nach Kenya verkauft. Auf ihrem Überführungsflug aus Vancouver nach Nairobi, der insgesamt elf Zwischenstopps umfasst, legte sie einen Tank-Stopp in Luxemburg ein. Die Saab mit Baunummer 043 kam aus Wick und flog gleich weiter nach Skopje. Beim Flugzeug handelt es sich um die ehemalige HB-AHI der Crossair respektive später D-CDIH bei Delta Air und Deutsche BA.
Insgesamt 27 verschiedene Saab 340B fanden den Weg zu Silver Airways, darunter auch die N331AG, die sie aus Beständen der Northwest Airlines Partnerin Mesaba Airlines erwarb. Sie kam in den eigenen Farben der Silver Airways ab Florida und Puerto Rico auf Flügen in die Karibik zum Einsatz.
In den Sommermonaten des Jahres 2006 setzt Swiss auf ihren wenigen verbleibenden Linien ab Basel-Mulhouse auf die Saab 2000 von Darwin Airline. Hier ist die HB-IZJ bei der Landung am frühen Nachmittag eines ansonsten eher trüben Freitags zu sehen. Die später auch für Etihad Regional und Adria Airways Switzerland betriebene Maschine steht seit 2019 in Örebro abgestellt.
Aus der litauischen Aeroflot-Division nach dem Zerfall der UdSSR hervorgegangen, stellte Lithuanian Airlines (später FlyLAL) in den ersten Jahren der Unabhängigkeit die Anbindung Litauens an die grossen europäischen Drehkreuze sicher, so auch nach Paris-CDG. Ihre sieben Saab 2000 waren am Pariser Grossflughafen mitunter fast die einzigen nicht strahlenbetriebene Flugzeuge. Die heute noch immer als SE-LOM bei der schwedischen Air Leap aktive, hier abgebildete LY-SBK hatte in ihrer dreissigjährigen Geschichte auch zwei schweizer Episoden: Ausgeliefert wurde sie im April 1996 als HB-IZS an Crossair, zudem stand sie ab Mai 2017 für eineinhalb Jahre mit der gleichen Kennung auch noch für SkyWork im Einsatz.
Backtrack - Sylvester 1993 in Las Vegas-McCarran, die Zubringer und Exoten: American Eagle, heute unter dem Namen Envoy Air bekannt, nutzte im Westen der USA eine Flotte von Saab 340B auf Zubringerflügen nach Los Angeles. Nebenbei sei bemerkt, dass hierbei das Kennzeichen jeweils die Baunummer des Flugzeugs widerspiegelt, die N256AE ist also zugleich die Saab 340 Baunummer 256.