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Hawaiian-Bilder aus Europa lassen sich nur mit tiefem Graben im Archiv finden, und meist handelt es sich dabei um Truppenflüge im Auftrag des US Military Airlift Command. Im Sommer 1987 konnte man Hawaiian aber regelmässig in Zürich antreffen. Auf dem wöchentlichen US-Charterflug des Schweizer Reisebüros «Ferien Service» kam durchgehend die DC-8-62H N8969U der IAL International Air Lease/Batchelor Air Group (Miami) zum Einsatz, die an Hawaiian Air vermietet war, wobei leider das unbemalte Ersatzruder das Hecklogo verunstaltete. Der Flug landete jeweils am Samstag-Abend aus Miami kommend am Flughafen Kloten. Nach einem Nightstop mit Crew-Rest führte er am Sonntag-Vormittag zurück.

N8969U

c/n: 46070

s/n: 467

Lukas Lusser 28.6.1987 ZRH

Die 1961 in Jugoslawien gegründete Adria Airways führte zunächst Charterflüge in befreundete Staaten in Nordafrika und im Mittleren Osten durch. Nachdem das Handelsunternehmen InterExport eine Beteiligung an Adria Airways erworben hatte, firmierte sie zeitweise als Inex-Adria Airways. Die in dieser Zeit von Alitalia übernommene ersten Douglas DC-9 prägten dabei auch die Bemalung, entsprechen doch die schmalen blauen Kabinenstreifen der ursprünglichen Alitalia-Farbgebung vor der Einführung deren ikonischen grün-weiss-roten Designs. Auch die DC-9-32 YU-AHJ wurde von Alitalia bestellt, jedoch nie übernommen und direkt an Adria Airways ausgeliefert.

YU-AHJ

c/n: 47239

s/n: 466

Lukas Lusser 4.6.1987 DBV

Aviaco wurde schon 1949 als Inlandairline gegründet, stieg aber ab den 1970er Jahren stark in das Chartergeschäft ein. Hierfür setzte sie eigene ebenso wie aus Iberia-Beständen zugeteilte Douglas DC-8 und Douglas DC-9 ein, hier etwa die über eine vergrösserte Reichweite verfügende DC-9-34 EC-DGB.

EC-DGB

c/n: 48103

s/n: 925

Lukas Lusser 30.3.1987 LPA

Wie viele andere europäische Linienfluggesellschaften unterhielt auch die SAS Scandinavian Airlines mit der Scanair eine eigene Chartertochter. Wie bei der Mutter üblich waren die Jets der Scanair in den drei Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden eingetragen, wie hier etwa die aus SAS-Beständen übernommene und weiterhin in Dänemark eingetragene DC-8-63 OY-KTF «Mette Viking».

OY-KTF

c/n: 46041

s/n: 439

Lukas Lusser 28.3.1987 LPA

Hawaiian Air betrieb einige ihrer «kurzen Neuner» bis Ende der 1980er Jahre. Die DC-9-14 N930EA stiess sogar erst im Juni 1986 mietweise von Emerald Air zur Flotte und verliess sie Ende 1988 wieder mit der Rückgabe an ihren Besitzer.

Die KSSU-Mitglieder nutzten ab Ende der 1960er Jahre die McDonnell Douglas DC-9 auf ihren Europastrecken. Swissair und KLM übernahmen zunächst kurze DC-9-14 wie die PH-DNC, doch mehrheitlich nutzten sie anschliessend die verlängerte DC-9-32, die auch globale die grösste Verbreitung der verschiedenen klassischen DC-9 aufwies.

Die DC-8-61 EC-DZC der Aviaco ist ein typisches Beispiel einer saisonalen Hybridbemalung. Sie ist kurz vor der Sommerreisezeit von einer Vermietung an Saudia zurückgekehrt und wird nun in deren Grundfarben weiter betrieben.

EC-DZC

c/n: 46015

s/n: 405

Lukas Lusser 25.5.1986 ZRH

Nach dem Verlust ihrer einzigen McDonnell Douglas DC-10-30CF EC-DEG beim Startunfall vom 13. September 1982 in Malaga fand Spantax einen dauerhaften Ersatz in Form der ehemaligen HB-IHB der Swissair, die 1984 als EC-DUG zur Flote stiess. Nach zwei Jahren wurde sie an Continental Airlines in den USA weiter veräussert.

Dank der KSSU-Gruppe fanden nicht nur die DC-10 der vier Gruppenmitglieder, sondern auch die Flugzeuge ihrer Chartertöchter Balair, Martinair und Scanair sowie DC-10 weiterer Drittkunden den Weg zur Überholung in der Swissair-Werft in Zürich. 1985 erweiterte SAS ihre DC-10-Flotte mit der aus Beständen der Laker Airways gekauften und vorübergehend in den USA eingetragenen DC-10-30 N5464M, die vorgängig im Juli 1985 in Zürich eine Grundüberholung inklusive Neubemalung erhielt. Nach der Auslieferung mit dem amerikanischen Kennzeichen wurde sie als SE-DFF in Schweden eingetragen.

Auch die lange DC-8-63 – zu ihrer Zeit das Flugzeug mit der höchsten Passagierkapazität – fand den Weg zu Hawaiian Air. Die aus Iberia respektive Aviaco-Beständen erworbene N4934Z war eines von zwei Exemplaren mit 250 Economy-Sitzen, die neben Hawaii-Urlaubern immer wieder auch Militärcharter durchführten.

N4934Z

c/n: 46079

s/n: 476

Seymour A. Hills August 1984 OAK
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